Schematherapie

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Was ist Schematherapie?

Die Schematherapie stellt eine interessante und innovative Weiterentwicklung der Kognitiven Verhaltenstherapie dar. Sie wurde Mitte der achtziger Jahre von Jeffrey Young für Patienten mit Achse II Störungen konzipiert, die auf herkömmliche kognitive Verhaltenstherapie nicht respondierten.

Hierbei bediente er sich einer Reihe von Techniken und Konzeptionen aus einem breiten Spektrum psychotherapeutischer Ansätze und ordnete sie in ein einendes Grundgerüst, womit die spezifischen Stärken der jeweiligen Verfahren im Sinne eines Synergieeffektes intensiviert werden. Das lässt das Verfahren zu einem ausgesprochen integrativen Ansatz werden. Neben den herkömmlichen Methoden der KVT enthält der Ansatz erlebnisorientierte, imaginative und der Gestalttherapie entlehnte Techniken.

Als zentraler Baustein im Veränderungsprozess wird hierbei die therapeutische Beziehung verstanden, auf deren Boden der Patient mit Erfahrungen in Kontakt kommen soll, die während seines Aufwachsens fehlten. In den Grenzen therapeutischen Handelns soll der Therapeut eine Haltung einnehmen, die der eines fürsorglichen Elternteiles entspricht („limited reparenting“), um die bei Menschen mit schweren Persönlichkeitsstörungen häufig nicht gestillten Grundbedürfnisse wie sichere Bindung, Akzeptanz, Schutz und Autonomie zu erfüllen - in anderen Worten ist die Vorgehensweise bedürfnisbasiert.