Curriculum IPT

Workshop 1: Einführung in die IPT

Eva-Lotta Brakemeier, Freiburg (12 UE)

Freitag 21.10.2011 10.30 - 18.00  
Samstag 22.10.2011 9.00 - 12.30  
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Freitag 16.03.2012 10.30 - 18.00  
Samstag 17.03.2012 9.00 - 12.30  

Die Interpersonelle Psychotherapie nach Klerman und Weissman gehört zu den wirksamsten psychologischen Depressionstherapien. Das Verfahren ist ursprünglich  als Kurzzeittherapie für ambulante, unipolar depressive Episoden entwickelt worden. Es setzt an den Lebensbezügen des Betroffenen an, die im direkten Zusammenhang mit der Depression stehen.

Der Behandlungsfokus liegt auf dem zwischenmenschlichen Kontext (z.B. Partnerschaftskon-flikte, Trauer oder Rollenwechsel), in dem die depressive Episode sich entwickelt hat. Die IPT ist in 3 Phasen gegliedert:

  • die Einführungsphase, die geprägt ist durch die Auseinandersetzung mit der depressiven Symptomatik und der Identifizierung des interpersonellen Kontextes,
  • die mittlere Phase mit der zunächst klärungsbezogenen, dann bewältigungsorientierten Bearbeitung des interpersonellen Problembereichs und
  • die Beendigungsphase, in der die therapeutische Arbeit reflektiert und Abschied genommen wird.

Die Vorgehensweise bei der IPT ist schulenübergreifend und betont lebensnah, wobei die emotional-interpersonelle Bearbeitung der Problemfelder im Vordergrund steht. Die Ressourcen des Patienten spielen dabei eine bedeutende Rolle. Da der Ansatz auf plausiblen störungsspezifischen Strategien und weniger auf sophistizierten Techniken beruht, kann er mit Hilfe eines Manuals und auch bei mäßiger psychotherapeutischer Vorerfahrung relativ schnell erlernt werden.

Ziele:
Vermittlung der Grundzüge der IPT und erster praktischer Erfahrungen mit dem spezifischen Vorgehen dieses  Therapieansatzes, wie Identifikation des Therapiefokus, Beziehungsanalyse, Umgang mit der depressiven Störung, Behandlungsvertrag und Therapieziele. Die beiden häufigsten Problembereiche „Rollenwechsel“ und „Interpersonelle Konflikte“ stehen bei diesem Workshop im Vordergrund. Es werden vorwiegend praktische Übungen, Rollenspiele und Videodemonstrationen eingesetzt.

Zielgruppe:
Fachkräfte, die mit depressiven Menschen therapeutisch arbeiten.