Eye Movement Desensitization and Reprocessing (EMDR)

Störungsorientierte Therapie bei Traumafolgestörungen

EMDR hat sich in zahlreichen Studien als wirkungsvolle Intervention erwiesen und erhielt 2006 die wissenschaftliche Anerkennung für einzelne Anwendungsbereiche vom Wissenschaftlichen Beirat Psychotherapie (WBP) in Deutschland. 2011 wird nun voraussichtlich die Zulassung als Richtlinienmethode zur Behandlung von Posttraumatischen Belastungsstörungen (PTBS) in Deutschland erfolgen. In den USA ist EMDR bereits seit 1998 anerkannt (APA) und in Großbritannien seit 2001 (UK Dept. of Health). EMDR gilt als effektiver Weg in der Therapie der PTBS auch in schweren und chronifizierten Fällen sowohl im ambulanten als auch im stationären Rahmen.

Das Curriculum verfolgt das Ziel, anhand zahlreicher praktischer Übungen und Fallbeispiele fundierte Kompetenzen zur Durchführung von EMDR aufzubauen und zu vertiefen. Insbesondere möchten die Workshops Fertigkeiten vermitteln, um EMDR auch in schwierigen Therapiesituationen und bei komplexen Störungsbildern anwenden zu können.

Im Anschluss an das Curriculum ist eine Zertifizierung durch den Dachverband EMDRIA Deutschland möglich.
EMDR wird auch von der Deutschsprachigen Gesellschaft für Psychotraumatologie (DeGPT) als ein Hauptverfahren in der Traumatherapie empfohlen